Definition

 DAS FEHLZEITEN-GLOSSAR 

Klassisches 
Fehlzeiten-Management

Definition:
Klassisches Fehlzeiten-Management zielt ab  auf körperliche Anwesenheit im Betrieb.


Ziel:

Das gewünschte Ergebnis ist dabei eine niedrige Fehlzeiten-Quote.

Diese stellt zugleich auch die zentrale Kennzahl dar.


Gemessen wird physisches Vorhandensein.


Das Vorgehen ist ursachen-orientiert:

Man nimmt dabei nämlich primär einzelne "fehlzeiten-auffällige" Beschäftigte ins Visier. Diese machen circa 5% aller Beschäftigten aus.


Maßnahmen zur Zielerreichung:

Man versucht, die Fehlzeiten zu senken.

Hierzu will man den Einzelnen durch kaskadenartige Gespräche mit zunehmendem Druck über mehrere Instanzen zu weniger Fehltagen motivieren. Auch Anwesenheitsprämien kommen zum Einsatz. Zudem spielen Kontroll-Prozesse dabei eine wichtige Rolle.


Bedeutung von Führungskräften:

höchstens durch eine Verpflichtung zum Führen von Krankenrückkehr-Gesprächen (häufig mit Monitoring)


Grundlagenwerk:

Brandenburg und Nieder, 2003 und 2009

(Anmerkung: Die 2. Auflage unterscheidet sich schon stark von der 1. und beinhaltet auch Ansätze zur Anwesenheitsförderung)

© Dr. Anne Katrin Matyssek

ZIEL-ORIENTIERTES
Fehlzeiten-Management (ZOFZM)

Definition:
Ziel-orientiertes Fehlzeiten-Management zielt ab auf echte Anwesenheit (EA).


Ziel:

Das gewünschte Ergebnis lautet hierbei:

"Alle da, fit, motiviert!" (Matyssek, 2021).

Zentrale Kennzahlen sind dabei z.B. Pics, Stückzahlen, Reklamationen etc.


Gemessen wird die Produktivität.


Das Vorgehen ist ziel-orientiert:

Man nimmt dabei die 95% der Beschäftigten ins Visier, die tagtäglich "normal" zur Arbeit kommen und sich eher schwer tun mit Fehlzeiten.


Maßnahmen zur Zielerreichung:

Man versucht, die echte Anweseheit (EA) weiter zu erhöhen. Hierzu will man die Gesundheit von allen fördern, auch die zwischenmenschliche. Es geht darum, eine von Wertschätzung geprägte Kultur zu etablieren. Dabei ist der Dreh- und Angelpunkt der Kontakt bzw. die Bindung zwischen Führungskräften und Team.


Bedeutung von Führungskräften:

unverzichtbar, aber freiwillig durch Führen von 6 Geprächen im Zusammenhang mit Fehlzeiten, z.B. Willkommensgespräch


Grundlagenwerk:

Matyssek, 2021 ... :-)

Die Grafik unten gibt die wichtigsten Unterschiede in Kurzform wieder. 

© Dr. Anne Katrin Matyssek

Definition: Fehlzeiten-Management

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