Menschenbild

 DAS FEHLZEITEN-GLOSSAR 

Klassisches 
Fehlzeiten-Management

Das Menschenbild, das dem klassischen Fehlzeiten-Management zugrunde liegt, ist nach McGregor das Menschenbild X.

Es ist gekennzeichnet durch Misstrauen, Kontrolle und Zahlenfixierung.


Man geht hierbei davon aus, dass Menschen nur dann Leistung bringen, wenn man sie engmaschig kontrolliert. Andernfalls sind sie faul und nur auf ihren Vorteil bedacht.


Messen, Monitoren, Nachhalten gehören hier zum Konzept.


Exemplarisch zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Menschenbildern bei der Frage, ob Krankenrückkehr-Gespräche oder Willkommensgespräche geführt werden (sollen), wie der Grafik zu entnehmen ist:

Menschenbild: Exemplarisch beim Begrüßungsgespräch

Das Problematische am Menschenbild X sind die Teufelskreise bzw. "sich selbst erfüllenden Prophezeiungen", die sich aus der Basis-Vermutung ergeben, dass der Mensch faul ist.


Die Grafik entstammt der Kleinen Fibel für Profis (pdf-Datei).

© Dr. Anne Katrin Matyssek

ZIEL-ORIENTIERTES
Fehlzeiten-Management (ZOFZM)

Dem ziel-orientierten Fehlzeiten-Management liegt das Menschenbild Y nach dem Konzept von McGregor zugrunde.

Dieses zeichnet sich aus durch Vertrauen, Unterstützung, Humanfixierung.

Brandenburg und Nieder (2009, S. 139) kommen am Ende ihres Buchs zum Schluss:

 "Kümmern um die Gesundheit der Mitarbeiter bedeutet in erster Linie Prävention und Gesundheitsförderung und erst in zweiter Linie Fürsorge und Unterstützung im Krankheitsfall (...) Dies bedingt nicht nur ein positives Menschenbild, das auf Vertrauen und gegenseitiger Akzeptans beruht, sondern verlang auch die Berücksichtugn dessen, was die Mitarbeiter von ihrer Arbeit erwarten und was sie zur Leistung motiviert."

Damit umschreiben die Autoren quasi die Echte Anwesenheit (EA) nach dem Konzept des Ziel-orientierten Fehlzeiten-Managements.

Menschenbild

Ebenso sprechen sie in ihrem Buch, das weit überwiegend Elemente aus dem klassichen Fehlzeiten-Management beinhaltet, im Untertitel von "Anwesenheits- und Vertrauensmanagement".


In meinen Augen öffnen sie damit ihren ursprünglichen ("alten") Ansatz für ein zeitgemäßes Fehlzeiten-Management.


Sie sind mit der Zeit gegangen und haben quasi den Paradigmen-Wechsel im Fehlzeiten-Management vollzogen.

© Dr. Anne Katrin Matyssek

Menschenbild X und Y

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