Das war der “do care!”-Kongress 2018

Unser Kongress in Marburg

Die Qualitätswerkstatt: Der "do care!"-Kongress 2018
Die Qualitätswerkstatt: Der „do care!“-Kongress

Am 22. September (wie immer am 3. Freitag im September) war es wieder so weit: Die jährliche Qualitätswerkstatt – auch in diesem Jahr wieder in Marburg – war ein toller Erfolg!

Inhaltlich ging es um Themen rund um „Gesund Führen“ aus Theorie, Wissenschaft und Praxis.

Mit 54 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Training und BGM waren wir wieder eine buntgemischte Gruppe auf unserem Mini-Kongress.

Das Plakat links hat Barbara Schade gemalt, die die Veranstaltung auch organisiert hat – und wie immer souverän geleitet.

Neue Gesund-Führen-Trainer/innen

15 nette Menschen erhielten am Ende ihr Zertifikat als „Gesund-Führen-Trainer/in nach dem ‚do care!‘-Konzept von Dr. Anne Katrin Matyssek“: Sie hatten die Ausbildung bei Frau Schade in den letzten zwölf Monaten durchlaufen, und viele schwärmten regelrecht von dieser Zeit …

Auch zahlreiche bereits ausgebildete Trainer/innen nahmen am Pre-Workshop am Donnerstag teil und tauschten sich zu Praxisfragen aus den Gesund-Führen-Trainings aus. Ich war nicht dabei, habe mir aber sagen lassen, dass es eine sehr bereichernde und höchst lebhafte Runde war.

 

Bereichernde Vorträge

unser Kongress: Das Programm
unser Kongress: Das Programm

Das Programm war wieder sehr vielgestaltig. Es bestand aus mehreren Vorträgen, 3 großen Pausen zum Vernetzen sowie zahlreichen „Separators“. Das sind Zwischen-Einheiten, mit denen wir unser Gehirn zwischen den Beiträgen wieder neu ausrichten konnten. Quasi wie ein kleiner Reset.

Alles höchst begeisternd moderiert von Barbara Schade, die dafür sorgte, dass keine Sekunde Leerlauf aufkam.

Ich könnte jetzt unendlich schwärmen und jeden Vortrag nochmal in Kurzform darstellen. Aber da dieser Newsletter für den 26.09. ja mal fertig werden soll, fasse ich mich kurz und berichte, was ich gelernt habe.

 

Meine „Learnings“:

  • dass der Bauchnabel einen wichtigen Teil des menschlichen Bioms beinhaltet und jedes 6. Medikament das Wachstum von mindestens einer Bakterienart hemmt, wodurch der Mensch anfälliger wird, u.a. für Allergien
  • dass Mitarbeitende genau das von ihren Führungskräften erwarten, was diese sich selbst als „tu ich schon“-Verhalten zuschreiben (was die Mitarbeitenden leider nicht im selben Maß bestätigen …). Wieder einmal wird mein Gesund-Führen-Konzept wissenschaftlich evaluiert – das macht mich sooo stolz. Die Untersuchung stammt von Dr. Eva-Maria Schulte von der TU Braunschweig (Schulte, E.-M., Lang, J., & Kauffeld, S. (2018). Gesund führen, aber wie? Wie die Förderung von Self Care und Staff Care gelingt. PERSONALquarterly, 70, 24-31). Und das ist erst der Zwischenschritt … Nächstes Jahr mehr dazu!
  • außerdem dass jeder HRler zugleich ein Undercover-BGMler ist, weil HR mit vielen Prozessen befasst ist, die Auswirkungen auf die Gesundheit im Sinner der Verhältnisse haben. Dass mutige Personalmenschen auch schon mal eine Gehaltserhöhung für eine gesamte Beschäftigtengruppe von 1/3 erstreiten können (ich war platt). Und dass es auch Ausdruck von BGM sein kann, wenn man Frauen endlich aufklärt über diesen Mumpitz mit der Steuerklasse 5 („ach ich Arme, ich hab ja gar nichts von der Gehaltserhöhung“); dass sich das Thema „Urlaubsplanung“ viel leichter klären lässt, wenn die Chef-Etage sich ebenfalls an die Maxime hält „Höchstens 20% einer Abteilung gleichzeitig“ …
  • dass sich Gesund-Führen-Seminare wunderbar integrieren lassen ins BGM von Metall-Unternehmen, in diesem Fall VDM Metal und ThyssenKrupp Rasselstein. Ich bin fast geplatzt vor Stolz, als Herr Dr. Gehrke von ThyssenKrupp-Rasselstein dies als langjähriger Wegbegleiter in seinem Vortrag zeigte. Hach, waren das gute Zeiten …
  • dass auch der Lebensmittelhandel (in diesem Fall: EDEKA) mit dem Konzept supergute Erfahrungen gemacht hat. Ein Zitat, das ich vorher noch nicht kannte, lautete dabei: „Liebe ist, wenn Mitarbeiter eigentlich Miteinanderarbeiter sind“ – das kann ich nur unterstreichen
  • dass die smarte junge Arbeitswelt ganz schöne gesundheitliche Herausforderungen bereithält – und ich froh bin, dass ich nicht erst 20 Jahre später auf die Welt gekommen bin …
  • dass ein „danke“ von Mitarbeitenden oft höher bewertet und auch stärker gewünscht wird als ein Lob für Leistung – den Einsatz würdigen, das ist doch eigentlich superleicht, sollte man meinen

 

Bereichernde Kontakte

Neben dem inhaltlichen Input habe ich das Zusammensein mit so vielen supernetten Menschen sehr genossen. Es war einfach schön zu merken:

Ja, wir sind ein tolles Netzwerk an Leuten, die die Arbeitswelt ein bisschen besser machen wollen.

Manche kenne ich schon seit vielen Jahren, habe sie aber zum ersten Mal gesehen. Andere kannte ich vom Skypen, habe sie aber ebenfalls erstmals live gesehen. Wieder andere sind schon seit vielen Jahren treue Begleiter/innen. Und noch andere habe ich ganz neu kennengelernt, so gut das eben an einem Tag geht. Einfach eine runde Sache.

Hier links sehen Sie mich mit einer frisch gebackenen Gesund-Führen-Trainerin: Bettina Löhr.

 

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