[FZMV] Blaumacher-Virus

Dieses Fehlzeiten-Mini-Video handelt vom sog. Blaumacher-Virus oder Domino-Effekt bei Fehlzeiten. Die Fehlzeiten-Mini-Videos für mehr Anwesenheit, Gesundheit und Wohlbefinden im Betrieb gehören zum Fehlzeiten-Programm 

Hilflosigkeit der Führungskraft beim Blaumacher-Virus bzw. Domino-Effekt

In dem Cartoon sagt
sagt eine Führungskraft zur anderen:
„So’n Blaumacher-Virus ist schlimmer als ’ne Grippe!“
Daraufhin sagt die andere:
„Wenn dir einer das ganze Team ansteckt: Da bist du als Führungskraft machtlos.“

Das ist mir in ähnlicher Form tatsächlich neulich passiert. Eine Freundin von mir arbeitet als Führungskraft in einem mittelständischen gewerblich-produzierenden Betrieb. Und sie meinte allen Ernstes: „Wenn sich einer ein Bein bricht und die anderen 2 Wochen für den mitarbeiten, nehmen die sich der Reihe nach ebenfalls zwei Wochen Auszeit. Da kann ich doch als Führungskraft nichts dran ändern. Die stecken sich quasi gegenseitig mit dem Blaumacher-Virus an. Die kriegen nur etwas mehr als den Mindestlohn – also identifizieren die sich nicht mit der Arbeit. Da bin ich machtlos.“

Ich war platt. Vielleicht ist das im gewerblichen Sektor ab und zu Realität. Ganz bestimmt sogar. Aber die Frage ist, ob man das so hinnehmen muss. Ob nicht vielleicht bessere Bezahlung, ein besseres Betriebsklima, ein größerer Zusammenhalt, mehr „Kümmern“ von Seiten des Betriebs nicht betriebswirtschaftlich günstiger wären.  

Ich persönlich glaube das. Und auch, dass man mit dem Fehlzeiten-ABC etwas erreichen kann. Denn die wenigsten Menschen haben das primäre Ziel, sich vor Arbeit zu drücken.

Und jetzt frage ich Sie:

Kennen Sie das auch, dass man sich als Führungskraft machtlos fühlt? Oder kennen Sie vielleicht sogar Gegenbeispiele? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie Ihren Kommentar hier hinterließen.

Meine Empfehlung an Sie:

Sehen Sie es doch als Experiment: Versuchen Sie herauszufinden, ob sich mit den Maßnahmen vom Fehlzeiten-ABC nicht doch etwas verbessern lässt – und sei es, dass bei denjenigen, die sich danach richten, das Gefühl von Hilflosigkeit geringer wird, denn das lähmt.

In diesem Sinne nochmal: Sonnige Grüße und noch einen schönen Tag!

Ihre Anne Katrin Matyssek


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Viel Freude damit!

 

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2 comments on “[FZMV] Blaumacher-Virus
  1. Diana Bungert sagt:

    Liebe Frau Matyssek,
    vorab vielen Dank für Ihre hervorragende Arbeit und Ihr Engagement auf den Gebieten „Gesundheit und Wohlbefinden im Betrieb“. Sie haben eine ausgesprochen erfrischende und ermutigende Ausdrucksweise und das Thema „Wertschätzung“ ist so lebendig in jedem Absatz zu spüren, das es einfach gut tut. Ihre Worte sprechen mir so oft aus „der Seele“, dass ich schon oft dachte: „Diese Frau würdest du gern kennenlernen. Und wie bereichernd und erfüllend muss es sein, mit so einem Menschen zusammen zu arbeiten.“
    Zum Thema Blaumachervirus, welches ja ein Loyalitätsproblem darstellt, gehe ich davon aus, dass es ein Symptom ist von vorangegangener (empfundener) fehlender Loyalität der Führungsebene zu seinen Mitarbeitern. Ja, ich denke nicht nur die Mitarbeiter sollten loyal zu dem Unternehmen stehen, sondern ich gehe davon aus, dies funktioniert nur, wenn diese von Anfang an auch das Vertrauen und die Wertschätzung in die eigene Person spüren, die Wichtigkeit des Arbeitsbereiches gespiegelt bekommen und merken dass Anliegen vom Arbeitgeber, bzw. der Führungskraft ernsthaft geprüft werden. Wenn an diesen Stellen aufgrund Zeit-, Verständnis- oder Kompetenzmangels „gespart“ wird, wird sich dies automatisch auf das Empfinden des Mitarbeiters auswirken. Dies äußert sich nach erlebten Entäuschungen und fehlender Hoffnung auf Veränderung möglicherweise auch in ein Verhalten „Dienst nach Vorschrift“ oder (aus-)nutzen von Möglichkeiten, welche einen gefühlten Ausgleich darstellen.
    So würde ich es zumindest einschätzen.

    Herzlichst
    Diana Bungert

    • Anne Katrin Matyssek sagt:

      Liebe Frau Bungert,
      haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihren supernetten Kommentar und Ihre konstruktive Erklärung des Geschehens. Ich habe mich wirklich riesig gefreut!
      Ich denke auch, Sie haben genau recht: Es ist ein Loyalitätsproblem. Das war mir so bislang gar nicht klar, aber das trifft es exakt. Die Mitarbeitenden glauben, so eine Auszeit stünde ihnen zu, eben weil sie der Meinung sind, in der Vergangenheit mehr gegeben als bekommen zu haben – im Grunde ist das auch eine Verschiebung des „psychologischen Arbeitsvertrags“: Die Beschäftigten holen sich etwas zurück, aus ihrer Sicht der Dinge.
      Die Führungskräfte sind in der Pflicht, in Vorleistung zu gehen, dem würde ich auch zustimmen. Durch einen Wertschätzungsvorschuss, durch Ernstnehmen, idealerweise auch durch Sich-Einsetzen für angemessene Bezahlung. In dem Fall würden die Mitarbeitenden vermutlich anders agieren, denn die meisten Menschen haben einfach ein Gespür für die Balance aus Geben und Nehmen. „Wir sollen hier nur unseren Job machen“ – wer dieses Signal erhält, der will sich vielleicht rächen, zumindest entwickelt er kein Zugehörigkeitsgefühl oder eben Loyalität.
      Noch einmal ganz lieben Dank für den spannenden Gedankenanstoß!!

      Einen schönen Abend noch und sonnige Grüße aus Köln,
      Anne Katrin Matyssek

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