Schult die Disponenten!

Tipp für BGM-Akteure und Personalerinnen: Schätzen Sie die Disponenten! Mit Podcast. Es handelt sich bei diesem Beitrag um einen Auszug aus einem der "do care!"-Kalender.

Oft in Sachen Schulung vernachlässigt: Die Disponenten

„Zeitarbeitsfirmen!
Logistik-Unternehmen!
Ihr wollt Fehlzeitenreduzierung?
Schult und schätzt endlich die Disponenten!“

Menschen wollen als Mensch gesehen und wahrgenommen werden mit allen Bedürfnissen. Das heißt, da muss jemand hinschauen und in Kontakt gehen. Ohne das geht es nicht. Zumindest nicht in Westeuropa.

Und nicht mehr in 2018 …

Der kursiv gedruckte Spruch ist von mir; ich bin überzeugt, dass die genannten Branchen damit viele Probleme lösen könnten. Er gilt in ähnlicher Form aber im Grunde für alle Betriebe. Der Mensch als soziales Wesen braucht Ansprache. Ich kenne sooo viele Leute, die sich in Großraumbüros und auf Projekten allein fühlen. In Konzernen!

Dabei haben sie häufig eine Schlüsselfunktion inne, auch in Sachen Krankenstand.

Wie Disponenten die Fehlzeiten-Quote beeinflussen

Lesen Sie dazu einen kurzen Auszug aus dem Buch „Mehr als nur Gesundheit: Was Unternehmen brauchen“:

Soziale Motivation entsteht durch Bindung an Menschen

Z.B. an Kollegen oder Kolleginnen („wir sind ein tolles Team, deshalb macht mir die Arbeit Spaß“) oder eben an die Führungskraft („meine Chefin ist klasse, die kümmert sich richtig, und deshalb motze ich auch nicht, wenn die mir mal eine blöde Schicht gibt“).

Dies ist für viele Führungskräfte in der Logistik-Branche eine Herausforderung, der sie sich nicht gewachsen fühlen und für die sie auch nicht ausgebildet wurden. Vom Selbstbild – und vielleicht auch von der Stellenbeschreibung – her sehen sie sich eher als Aufpasser und Kontrolleure denn als fürsorgliche Kümmerer.

Wo nur eine geringe Qualifikation zur Ausübung einer Tätigkeit erforderlich ist, bieten sich auch Arbeitschancen für Menschen mit mangelnden Deutsch-Kenntnissen. Das verunsichert manche Führungskraft; es demotiviert hinsichtlich möglicher Gespräche, weshalb sie den Kontakt meidet („der versteht mich sowieso nicht“).

„Schult + schätzt endlich die Disponenten (und die Führungskräfte)!“

Wer sich in dieser Branche um Fehlzeitenreduzierung bzw. Anwesenheitsverbesserung bemüht, dem sei empfohlen, die Disponenten zu schätzen und zu schulen. An ihnen als Schaltstelle entscheidet sich, ob der Mitarbeiter sich als Mensch gesehen fühlt. Wenn der Disponent sich nur für die Krankheitsdauer, nicht aber für den Kranken interessiert, senkt er dessen Motivation zur Rückkehr.

Es geht nicht darum, sich einzuschleimen oder Sympathie zu heucheln und zu instrumentalisieren, sondern einfach nur darum, den Beschäftigten zu zeigen, dass man die Person in ihnen wahrnimmt. Dass man in ihnen keine Verpackungsroboter sieht, sondern Menschen mit Bedürfnissen, Vorlieben und eigenen Gedanken.

Genau dabei haben Disponenten eine Schlüsselposition inne, die von den meisten Unternehmen stark unterschätzt wird.

TIPPS

Vielleicht ist dieser Blog-Beitrag für Sie nützlich:

Fehlzeiten-Problematik in der Logistik-Branche

 

Der Impuls für Ihre Woche:

Fragen Sie die Disponentinnen und Disponenten in Ihrem Betrieb nach Fortbildungswünschen. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn die zunächst verhalten reagieren oder Ihre Frage lachend abwehren. Sie sind es vielleicht einfach noch nicht gewohnt, gefragt zu werden.

Disponenten das Sprechen über Gesundheit erleichtern

Die Kalender aus dem Hause „do care!“ erleichtern es, Gesundheit im Betrieb zum Thema zu machen – auf diese Weise nehmen die Kalender Ihnen ein bisschen Arbeit ab. Durch die wiederkehrenden Impulse über 52 Wochen sichern Sie die Nachhaltigkeit.

Und nähere Informationen zum Buch „Mehr als nur Gesundheit: Was Unternehmen brauchen“ finden Sie, wenn Sie hier.

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