Transparent führen

Fehlende Durchschaubarkeit verunsichert Menschen. Wer verunsichert ist, macht Fehler. Hier erfahren Sie, wie Sie sich durchschaubar machen – aber auch, wo die Grenzen Ihrer Offenheit liegen. Das Ziel besteht darin, dass Sie Ihren Mitarbeitenden Sicherheit vermitteln und dadurch produktives Arbeiten ermöglichen.

Machen Sie sich durchschaubar.

Das gibt Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit und reduziert ihren Blutdruck. Es entspannt Sie und die andern.

Ein Pokerface verunsichert. Wer sich hingegen durchschaubar macht, entspannt seine soziale Umgebung – und erleichtert ihr damit das Arbeiten

Menschen wollen verstehen, wie die anderen um sie herum ticken.

Einerseits natürlich der Vorgesetzte – da fragt man schon morgens im Büro: wie ist er heute drauf? Man wünscht sich Transparenz und will in seinem Gesicht lesen können. Wenn das nicht möglich ist, reagieren Menschen verunsichert.

  • Fallbeispiel: Ein Teamleiter hat vor 8 Monaten eine Filiale übernommen, und im Seminar klagt einer seiner Mitarbeiter: „Bei dem weißt du nie, woran du bist. Der guckt immer gleich aus der Wäsche. So starr, so kantig.“ Warum war das so? Der Mann war unsicher (er war ja noch frisch im Job).

Unsicherheit ist wie ein Virus

Transparenz hätte entspannt. Und das ist wichtig für Sie als Führungskraft: Ängstlich angespannte Menschen können keinen guten Job machen. Da strahlen nicht die Augen, wenn sie einem Kunden ein bestimmtes Produkt empfehlen. Oder wenn sie ihn Kontakt mit Patienten gehen. Emotionale Führung bedeutet daher: emotional resonant zu sein. Gefühle auszulösen im Mitarbeiter – idealerweise natürlich Gefühle von Zugehörigkeit und Begeisterung. Notfalls ist aber auch das Anstecken mit schlechter Laune schon mal erlaubt.

Alles ist besser als das verunsichernde Pokerface.

Andererseits will man auch verstehen, wie die restlichen Teammitglieder warum handeln

Wenn man nicht kapiert, wieso ein Kollege grimmig guckt, besteht die Gefahr, dass man sein grimmiges Gesicht auf sich selbst bezieht. Sorgen Sie als Führungskraft daher auch für Transparenz im Team. Es muss möglich sein zu fragen: “Was ist denn los, wieso schaust Du so seltsam aus der Wäsche?”

Der Umgang mit Informationen entscheidet natürlich auch mit über den “Sicherheitsgrad” im Team

Verzichten Sie möglichst auf Informationsvorsprünge, indem Sie alles Wissenswerte zeitnah weiter geben, ohne Lieblinge zu bevorzugen. Übrigens gilt insbesondere in Zeiten von Veränderungen: Auch der Hinweis “Da ist noch nichts entschieden, es wurde wieder mal vertagt” ist eine wichtige Information für die potenziell von einer Entscheidung betroffenen Beschäftigten!

Also: Zeigen Sie Gesicht.

Lassen Sie andere in Ihrem Gesicht lesen. Das erfordert Mut. Es macht angreifbar, wenn man z.B. seine Emotionen zeigt oder wenn man sagt: „Diese Umstrukturierungsmaßnahme finde ich unmenschlich. Ich werde zum Betriebsrat gehen und mit ihm darüber reden.“ – Man riskiert was. Wer hingegen mit dem Pokerface da sitzt und schweigt, macht sich unangreifbar. Von daher ist Transparenz oder in diesem Zusammenhang Authentizität ein Risiko. Aber man selbst fühlt sich damit entspannter und auch die Umgebung. Haben Sie Mut zur Transparenz!

 


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