Kultur-Gut

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Der Jahresbegleiter 2019 – Gesund-Führen-Kalender und Kultur-Kalender in Einem

Auf dieser Seite finden Sie eine Sammlung an Kultur-Bausteinen, die den Jahresbegleiter 2019 (Gesund-Führen-Kalender) ergänzen – also Beiträge von Leserinnen und Lesern meines Newsletters, mit denen sie etwas für eine gesündere Betriebskultur getan haben.

Viel Spaß beim Stöbern!

 

Berichten Sie über Ihren bewährten Kultur-Baustein …

… mit dem es Ihnen gelungen ist, das Klima oder das Miteinander in Ihrem Betrieb
in gesunde Richtung zu beeinflussen.
Erfolgsgeschichten, Trainingsbeispiele, HR-Aktionen,
gern auch im Mini-Format.

 

Wenn Sie möchten, dass hier Ihr Beitrag erscheint, mailen Sie an: betriebskultur@do-care.de

Ich freue mich darüber.

 

Bessere Haltung – höhere Motivation

Führungskräfte sollen loben! Sollen den Mitarbeiter wertschätzend führen! Diese Aussagen erhalten meine volle Zustimmung. Doch was ist mit dem Mitarbeiter? Ist dieser überhaupt in der Lage das Lob zu empfangen und wirklich zu genießen? Oder kann der Mitarbeiter mit kleinen Mittel gar mehr leisten, ohne dass es ihm schwerfällt?

Der alte Spruch, dass Haltung über Verhalten entscheidet, wurde mehrfach wissenschaftlich bestätigt. Und das schon vor mehr als 25 Jahren. 1982 fanden z. B. die US-Psychologen John Riskind und Carolyn Gotay heraus, dass die Menschen in aufrechter Haltung bei einer unlösbaren Aufgabe bessere Ergebnisse erzielten und länger motiviert waren als Menschen in einer krummen Haltung.

Daher wäre es doch gut sich im Büroalltag öfter mal aufzurichten, oder?

Wenn Sie jetzt genickt haben, setzen Sie das doch gleich in die Tat um. Suchen Sie sich doch einen netten Kollegen oder eine nette Kollegin, denn zusammen schafft man mehr als allein. Nun stellen Sie sich gerade hin und ziehen die Schultern nach hinten unten („Schultern und Ohren sind keine Freunde“ 😊 ), strecken vor Stolz die Brust raus und lassen gleichzeitig die Arme locker (Anm.: das kann am Anfang ganz schön schwer sein). Nun kommt Ihre Begleitung mit ins Spiel, die nun von hinten an Ihre Oberarme greift und die Schultern noch ein wenig mehr zusammendrückt. Sie werden sehen: Bei dem „geübten Büroathleten“ geht da noch ein ganzes Stück. Dieses Stück schaffen Sie – aufgrund von Potenzialen für mehr Alltagsbewegung – (noch) nicht von allein. Halten Sie die Position (mit lockeren Armen) für ca. 20 Sekunden und dann wechseln Sie die Rollen. Idealerweise spüren Sie noch einmal in sich hinein, denn Körperwahrnehmung ist eine immens wichtige Sache, da sie mit der Fähigkeit zur Empathie korreliert. Und Empathie brauchen wir mehr denn je.

Probieren Sie die Übung im Alltag mehrfach – es wird immer besser! Gerne alle zwei bis drei Stunden. Schon bald wird Ihre Haltung immer besser. Und wenn Schultern und Ohren keine Freunde sind, werden Sie im Alltag mehr Freunde und Freude finden 😊 😊 😊

​​Ute Jürgens

​E-Mail: info@kommed-coaching.de

​Web: www.kommed-coaching.de

​Tauschen verbindet: Flohmarkt

Jede/r bringt von zuhause Bücher, Kleidung etc. mit, die er / sie nicht mehr braucht. Es gibt ein Tauschregal, das alle 8 Wochen geleert wird oder eher, wenn es schon voll ist.

Was keiner brauchen kann, wird gespendet an Leute, die regelmäßig einen Stand auf dem Flohmarkt haben oder anderswohin.

Eine/r sollte sich verantwortlich erklären für den Fall der Überfüllung.

Die Wertschätzungsrunde

Ein wenig mehr Optimismus täte uns Deutschen gut, oder? Gerade im Unternehmensalltag wo gerade mehrere Megatrends auf uns zurollen. Barbara Frederickson, eine Pionierin auf dem Gebiet der positiven Psychologie, hat festgestellt, dass drei positive Erfahrungen nötig sind um eine negative auszugleichen. Wenn wir an so manchen Tag in unseren Unternehmen denken, gibt es dann verdammt viel zu tun. Denn die schwäbische Sitte „kein Anschiss ist genug gelobt“ ist immer noch das Mantra von vielen Führungskräften. Doch ganz sicher nicht bei Ihnen, oder?

Sie loben sicherlich gerne, oder? Und das aus gutem Grund: positive Wertschätzung und „gute“ Führung können die Arbeitsfähigkeit um das 3,6-fache erhöhen. Das zeigte u. a. der finnische Wissenschaftler Juhani Illmarinen, der sich intensiv mit diesen Fragen auseinandersetze.

Eine tolle Möglichkeit Wertschätzung auszudrücken ist die Wertschätzungsrunde. Dazu setzt sich eine Person auf einen Stuhl und jeder Person der Runde teilt dieser Person eine Eigenschaft oder ein Verhalten mit, dass man an der Person schätzt. Diese Runde erzielt Wirkung, da es hier regelmäßig zu berührenden Momenten kommt an die sich Menschen lange erinnern. Denn wie oft vergessen wir, was uns jemand gesagt hat, doch wie gut erinnern wir uns daran wie uns diese Person behandelt hat? Diese Aufgabe mag – insbesondere bei Personen, die noch Potenzial auf unserer Beliebtheitsskala haben – nicht immer leicht sein, doch die Suche nach positiven Eigenschaften hilft uns auch unsere eigenen Themen zu klären. Denn wie oft ist z. B. das kleinliche Arbeiten des Kollegen genau die Fähigkeit, die uns vielleicht fehlt? Hier zeigen sich unsere „Schatten“ (Buchtipp: „Der Schatten ins uns“ von Verena Kast).

Und wenn Sie noch keine Runde durchführen möchten, gehen Sie doch einfach mal durch den Alltag und überlegen sich, welche positiven Eigenschaften Sie bei Menschen um sich herum entdecken können. Denn wer suchet, der findet 😊