Betriebliches Gesundheitsmanagement voranbringen

BGM scheitert nicht an Zahlen – Daten – Fakten.

Es ist also wichtig, dass Sie möglichst alle Gruppen ins Boot holen.


Oder lernen Sie lieber per Video? Dann schauen Sie einfach hier: 3 Video-Kurse: Mehr Erfolg im BGM

BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) geht nie zack-zack. Die Menschen im Betrieb müssen zunächst spüren, dass es den Verantwortlichen Ernst ist mit ihrem Bemühen um mehr Gesundheit im Unternehmen – und dass es nicht nur darum geht, dass Beschäftigte sich gesundheitsgerechter verhalten.

BGM erlebt derzeit einen regelrechten Hype. Professor Badura fragte dazu auf einer Tagung: „Geht es uns um gute Kennzahlen? Oder geht es uns darum, dass es den Beschäftigten gut geht?“

Wenn Ihnen die 2. der beiden Fragen mehr am Herzen liegt, finden Sie hier nützliche Materialien, auch um die verschiedenen Akteure und Beschäftigten ins BGM-Boot zu holen.

frontal-akmDr. Anne Katrin Matyssek zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement“:

„Als Wirtschaftspsychologin berate ich seit 17 Jahren Unternehmen zu Fragen der Gesundheit – und weiß, dass es dabei vor allem auf den Menschen ankommt. Dann stimmen auch die Zahlen.

Und wenn man alle Gruppen einbezieht, wird aus BGM ein Prozess der Organisationsentwicklung, von dem alle etwas haben: Gesundheit, Arbeitsfähigkeit, Leistungsfähigkeit. Aber diese Effekt werden sich nie auf Knopfdruck einstellen. BGM braucht Zeit zum Wachsen.“

 

Warum es oft so schwierig ist, BGM ans Laufen zu bringen

Wer das betriebliche Gesundheitsmanagement voranbringen möchte, muss sich häufig warm anziehen: Die Führungskräfte haben keine Lust, die Geschäftsleitung ist noch nicht überzeugt, und von den Mitarbeitenden interessieren sich immer nur dieselben …

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann aber nur gelingen, wenn alle am selben Strang ziehen.

Und das ist schade für die Aktiven, deren Herz für das Thema brennt. Schließlich meinen diese Akteure es ja gut. Sie wollen die Arbeitsfähigkeit fördern (natürlich auch die Produktivität – das braucht niemand zu leugnen) und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz stärken. Häufig stecken sie viel Engagement ins BGM; sie identifizieren sich mit dem Thema und leisten zahlreiche unbezahlte Überstunden, weil es ihnen so sehr am Herzen liegt.

Umso bedauerlicher ist es, wenn diese Arbeit nicht honoriert wird, weil zu wenige Menschen mitziehen. Die Gründe, weshalb jemand sich bei diesem Prozess – der im Grunde eine Organisationsentwicklung bedeutet – außen vor gelassen fühlt, sind vielfältig; manche fürchten Mehrarbeit, viele (bis zur Geschäftsleitung) fühlen sich überrannt und mit fertigen Konzepten konfrontiert, andere fühlen sich zu wenig einbezogen. Die Folgen sind aber stets dieselben: Der Prozess wird nicht mitgetragen, und manchmal sogar boykottiert.

Damit BGM erfolgreich ist, müssen möglichst viele Menschen hinter ihm stehen.

Geben Sie das Signal: „Du zählst – auch als Mensch!“

 

Wie bringen Sie das BGM voran?

Egal, was Ihre ersten Schritte sind: Beziehen Sie so viele Menschen wie möglich mit ein – aus möglichst allen im Betrieb vertretenen Gruppen. 

Sorgen Sie für Beteiligung, und zwar so intensiv wie möglich. Nur wenn Beschäftigte, Führungskräfte und Vorstand das Gefühl haben, das BGM sei (auch) ihr Werk, werden sie sich dafür einsetzen. Sobald sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, ist der Erfolg des BGM gefährdet. 

Reden Sie über Definitionen, aber begrenzen Sie den Zeitraum hierfür. Eine Reflektion darüber, ob sie „nur“ Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) machen oder „schon“ ein richtiges BGM haben, kann Handlungsimpulse geben. Aber verhindern Sie, dass diesbezügliche Unstimmigkeiten den Prozess aufhalten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement in Reinform ist immer ein Prozess und kein Projekt.

Es umfasst idealerweise alle Betriebsangehörigen und ist eine Form von Organisationsentwicklung. Wunderbar, wenn sich darauf alle im Betrieb einigen können. Manchen macht dieses All-Umfassende aber ungute Gefühle. Geben Sie Zeit und beginnen Sie notfalls eben mit kleinen Schritten.

Starten Sie halt mit BGF. Das ist viel besser als nichts.

Wichtig ist, allen im Betrieb das Signal zu geben: „Ihr seid uns wichtig – als Leistungserbringer, aber auch als Mensch.“ Reduzieren Sie die Beschäftigten nie auf ihre Arbeitsleistung. Dass die Ihr primäres Ziel ist – das wissen alle, und dieses Motiv sollten Sie auch nicht verstecken. Aber wenn all Ihr Tun von einer menschenfreundlichen Grundhaltung getragen ist, werden Sie alle viel mehr Freude an Ihrem Einsatz für mehr Gesundheit im Betrieb haben. 

Ich staune immer wieder, wie Sie es schaffen, die BGM-Themen so praxisgerecht und leicht verständlich aufzubereiten.

Christina Zita Wohlwend
Liechtensteinische Landesverwaltung, Amt für Personal und Organisation,
Verantwortliche Betriebliches Gesundheitsmanagement

Gönnen Sie sich und dem BGM einen langen Atem. Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Diese Empfehlung hat Gültigkeit für alle BGM-Akteure – egal ob innerbetrieblich oder als selbständige Berater/innen von „außen“. 

Meine Erfahrung lautet: Es lohnt sich, sich für Gesundheit im Unternehmen einzusetzen. 

Das ist mein Fazit nach 17 Jahren Arbeit in diesem Bereich. Und ich bin sicher, Sie werden zu demselben Ergebnis kommen. Sie müssen nur durchhalten – und dabei auch gut auf sich selbst und Ihre eigenen Gesundheit achtgeben.

 

Fangen Sie an mit dem “Einfach-Starten-Paket”

Ich habe Ihnen ein kostenloses Paket zusammengestellt, das Sie bei Ihren Aktivitäten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement unterstützen soll. Es besteht aus 2 Teilen bzw. Schritten:

1. SCHRITT | Video [mp4]

Der erste Teil des Pakets ist ein Video [mp4] mit dem Titel “Wie Sie Führungskräfte fürs BGM gewinnen“ die Sie einfach hier kostenfrei ansehen können: Wie Sie Führungskräfte für das Thema Gesundheit gewinnen [mp4]

2. SCHRITT | eMail-Kurs [mit 4 pdf-Dateien]

Der zweite Teil ist ein 4teiliger Mini-Kurs, der per eMail in Ihr Postfach gelangt. Er gibt Antworten auf die Fragen:

  • wie Sie den Vorstand / die Geschäftsleitung überzeugen
  • wie Sie mit abwehrendem Verhalten von Führungskräften umgehen
  • wie Sie es schaffen, dass „endlich mal die Richtigen“ kommen
  • wie Sie alle Gruppen im Unternehmen erreichen

Wenn Sie sich für den eMail-Kurs eintragen, bekommen Sie ab und zu auch themenbezogene eMails zugeschickt: Beiträge rund um Betriebliches Gesundheitsmanagement, die Sie selbstverständlich jederzeit abbestellen können.

Und hier geht es weiter zu den BGM-Materialien in der Übersicht:

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