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Warum „mehr als nur Gesundheit“?

Unternehmen, Führungskräfte, alle Menschen im Betrieb, aber auch Trainer und Berater/innen: wir alle brauchen mehr als nur Gesundheit , damit Leben und Arbeit gelingen. Der Beitrag stellt kurz das gleichnamige Projekt vor.

OE-Fortbildung als Anstoß zum Projekt: Mehr als nur Gesundheit

Den Impuls für dieses Projekt erhielt ich auf einer Fortbildung zum Thema Organisationsentwicklung (1). Wir – 12 Trainer / Coachs / Berater/innen – sollten erläutern, mit welchen Konzepten wir arbeiten und welche davon sich auf die Arbeit in der Organisationsentwicklung übertragen ließen.

Zu meiner großen Verwunderung meinte eine der Teilnehmerinnen, Marion Bredebusch, dass sie in der Praxis sehr gern mit meinem Baumbild arbeite. Ich selbst hätte diesen Zusammenhang niemals hergestellt und sagte in die Runde: „Bei mir geht’s doch aber um Gesundheit und nicht um die Organisation als solche.“

Die charmante Botschaft der Kolleginnen: „Zieh den Kreis nicht zu klein.“

Die Kollegin und sogar noch eine weitere Teilnehmerin widersprachen vehement: „Nein, in deinem Ansatz steckt viel mehr: Es geht um so fundamentale Dinge wie eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit. Und die Frage, wie wir miteinander und mit uns selbst umgehen. Das ist nicht bloß Gesundheit.“

Ich war platt. Hatte ich den Gesundheitsbegriff zu eng gefasst? Oder zogen die Kolleginnen den Kreis zu groß? In jedem Fall lieferten sie mir mit ihren Äußerungen – neben einer Streicheleinheit für meine Psyche – reichlich Denkstoff für die Wochen nach der Fortbildung.

Und Sie lesen hier nun das Ergebnis dieses Denkprozesses: Dieses Projekt, von dem ich hoffe, dass es Sie, Ihren Betrieb und alle Menschen in Ihrem Unternehmen stärken möge – und nicht nur Ihrer aller Gesundheit fördern.

Denn es geht um mehr.

Lag Schopenhauer falsch?

 „Gesundheit ist nicht alles. Aber ohne sie ist alles nichts.“

Ich schließe mich dem großen Philosophen an, muss aber immer grinsen, wenn ich sein Zitat bei Gesundheitstagen auf Metaplan-Wänden lese. Die Akteure des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) wirken damit so bescheiden.

Gesundheit ist mehr als nur reibungsloses körperliches Funktionieren.
Gesundheit im Betrieb ist mehr als körperliche Anwesenheit.

Und vor allem:
Wir alle brauchen mehr als nur Gesundheit, damit Arbeit und Leben gelingen.

Nach wie vor zielen nach meiner Beobachtung (Stand: Frühjahr 2016) viele Gesundheitsaktionen und auch Prozesse des Gesundheitsmanagements auf eine Verbesserung der körperlichen Gesundheit. Erst langsam gesellen sich Aspekte der psychischen Gesundheit dazu. Das Ziel: Bessere Anwesenheit.

Dabei geht es eigentlich um weit mehr: Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz soll gefördert werden, damit Menschen sich gern einbringen, sich zum Unternehmen zugehörig fühlen und sinnhaft produktiv tätig sind – und nicht einfach nur körperlich anwesend.

Ein BGM macht noch kein „gesundes“ Unternehmen.

Die gestiegenen Fallzahlen psychischer Erkrankungen und die gesetzliche Auflage zur Durchführung einer ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung tragen ihren Teil dazu bei: Immer mehr Unternehmen betrachten die Gesundheit ihrer Beschäftigten als pflegenswerte Ressource.

Nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels boomen Angebote rund um Betriebliches Gesundheitsmanagement. Prima. Ich finde die Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen grundsätzlich begrüßenswert – wer täte das nicht?!

Aber mit diesem Projekt möchte ich den Fokus erweitern und zugleich vertiefen. So wie das Fehlen körperlicher Defekte nicht ausreicht, um die Gesundheit eines Menschen angemessen zu beschreiben, genügt auch die Einführung eines BGM nicht, um ein Unternehmen „gesund“ zu machen.

Erforderlich ist eine menschenfreundliche und von Wertschätzung geprägte Grundhaltung, die es erlaubt, Wachstum und Stärkung auf allen Ebenen des Betriebs organisch entstehen zu lassen, damit Unternehmensziele, Führung(sverhalten) und Mitarbeiterwünsche im Einklang miteinander stehen.

Viel Erfolg auf diesem Weg wünscht Ihnen von Herzen

Ihre Anne Katrin Matyssek – do care!

1 Die Fortbildung fand ich übrigens höchst empfehlenswert. Und deshalb möchte ich genau das jetzt tun, sofern Sie sich für das Thema Organisationsentwicklung interessieren: sie empfehlen. Die Dozenten Axel Rachow und Ulrich Balde firmieren unter dem Namen www.dart-consulting.de – Und um direkt mit einem Missverständnis aufzuräumen, bevor Sie mich fragen: Ich selbst arbeite nicht als Organisationsentwicklerin. Ich halte auch keine Vorträge mehr. Ich entwickle einfach nur Bücher, Materialien, Toolboxes, CareCards, Video-Kurse, eLearning-Tools und vieles mehr 🙂 Aber die Fortbildung war trotzdem klasse.

Zum Projekt „Mehr als nur Gesundheit“ gibt es einen eigenen Newsletter. Damit halte ich Sie auf dem Laufenden – zum Beispiel durch Gratis-Vorab-Leseproben und Informationen rund um das Projekt. Wenn Sie wissen möchten, wie die nächsten Schritte des Projekts aussehen, tragen Sie einfach hier Ihre eMail-Adresse ein:

Natürlich ist Ihre eMail-Adresse bei mir in sicheren Händen! Und selbstverständlich können Sie die Informationen jederzeit mit einem Klick wieder abbestellen.

Und hier kommen Sie jetzt direkt zum Projekt Mehr als nur Gesundheit:

Startseite zum Projekt "Mehr als nur Gesundheit"

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Dr. Anne Katrin Matyssek zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement“:

Der Erfolg von BGM hängt entscheidend von der Grundhaltung ab:

Wenn es kein Trostpflaster, sondern Ausdruck von Wertschätzung gegenüber der Belegschaft ist, wird es auf fruchtbaren Boden fallen und gern angenommen.

Dann wird das BGM zu einer Chance fürs ganze Unternehmen. Trotzdem sollte die Geschäftsleitung auch ihre sonstigen Motive nicht verstecken:

Die Belegschaft fit machen für den demographischen Wandel; die Arbeitgeber-Attraktivität steigern; den Krankenstand senken - die Arbeitsfähigkeit erhöhen etc.

Es freut mich sehr, dass wir da einer Meinung sind.

Wenn Sie mich mit der Erstellung von Materialien für Ihr Unternehmen beauftragen möchten, klicken Sie einfach hier: MATERIALIEN BESTELLEN

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