Aufs Gute blicken ist gesund

Frau Doktor sagt immer: Wenn die Leute in den Betrieben so motzmuffelig rumlaufen, liegt das daran, dass sie immer nur das Haar in der Suppe suchen. Das macht die unglücklich. Und manchmal sagt sie “Wo die Aufmerksamkeit hingeht, geht die Energie hin” hab ich schon probiert: Licht anmachen, indem ich den Lichtschalter angucke. Hat nicht geklappt.

Aber vielleicht meint die das ja anders. Jedenfalls stimmt’s schon: Wenn ich an was Schönes denke, zum Beispiel an das Schoko-Kekse-Backen in der Spielgruppe, dann freu ich mich gleich noch viel mehr darauf. Und wenn ich das der Rosalie erzähle, dann freuen wir beide uns noch mehr und noch mehr.

Frau Doktor wär’ ja nicht Frau Doktor, wenn sie nicht auch dafür etwas entwickelt hätte: dass man mehr auf das achtet, was gerade gut läuft. Und natürlich auf sich selber. Diese kleinen Karten, “CareCards” nennt sie die, die gibt’s im Zehnerpack für 24 Euro (einzeln zu verschicken ist ihr zu nervig, meint sie – aber ganz oft schenkt sie Leuten eine, wenn die was in ihrem Shop bestellen).

Die sind so klein wie eine Scheckkarte, und die sehen auch genau so aus. Aber man sollte sie nicht zum Geld-Abheben benutzen, dann bekommt man Ärger. Weil die aber ansonsten genau so wie Scheckkarten sind, kann man die auch bei 30 Grad waschen, und danach sehen die genau so aus wie vorher.

Damit kann man anderen Leuten “die bunte Karte zeigen”, wenn man denen mal sagen will: “Ey du, guck doch mals aufs Gute! Dann geht’s dir gleich viel besser!” Und auf der Rückseite findet der dann gleich noch ein paar Tipps für mehr Wertschätzung.

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