Dorle und der besondere Blick
Dorle bekommt von Frau Doktor zu hören: „Jetzt hör mal wieder langsam auf, hier Quatsch zu machen; du weißt ja, die Leute haben alle ganz viel zu tun, wir müssen was Gescheites reden, sonst schalten die Leute ab. Die Leute müssen schließlich eigentlich arbeiten.“
MÜSSEN die arbeiten oder WOLLEN die?
Frau Doktor vermutet, dass viele wohl eher arbeiten MÜSSEN, und dass sie vermutlich lieber etwas anderes täten. Für Dorle steht fest: Sie möchte in Ihrem Leben immer nur Dinge machen, die sie tun WILL. Wie zum Beispiel ein Leben lang Schoko-Kekse backen. Sie sieht nämlich am Beispiel ihres Spielgruppen-Kumpels Kevin:
Die Leute haben viel mehr Lust zum Arbeiten, wenn die eine Arbeit haben, die denen Spaß macht. Und die Schoko-Kekse schmecken dann auch viel besser.
Klar: Die Qualität der Arbeitsergebnisse ist eine ganz andere, wenn Menschen mit dem Herzen bei der Arbeit sind, als wenn sie einfach „nur“ des Geldes wegen arbeiten.
Eigentlich müssen alle Chefs Leute haben, die arbeiten WOLLEN.
Das wäre natürlich schön … Dorles heile Welt! Manchmal finden die Leute ihre Arbeit gar nicht so schlecht, aber sie SEHEN das so. Die Arbeit kommt ihnen vor wie etwas ganz Fürchterliches. Und sie sagen sich innerlich 30x am Tag: „ich MUSS … arbeiten, dies und das machen, ich MUSS, ich MUSS, ich MUSS“.
Wenn die immer ‚ich MUSS’ denken, dann sind die unglücklich.
Genau. Denn das, worauf wir uns konzentrieren, wird stärker. Das gilt für Schmerz oder Freude genauso wie für Glück oder Unglück. Und der Gedanke, etwas tun zu MÜSSEN, sorgt obendrein dafür, dass Menschen sich eingesperrt und passiv fühlen. Um sich wohlzufühlen, brauchen die meisten das Gefühl, selber aktiv etwas bewirken zu können. Es macht also Sinn, sich innerlich immer wieder klar zu machen, wo man Eigenaktivität entfalten kann.
Ich muss einfach aufs Gute gucken, und schon geht’s mir gut?
Frau Doktor macht deutlich, dass es natürlich nicht darum gehe, alles rosarot zu sehen. Aber dass in vielen Situationen eine positive Perspektive sinnvoller ist und glücklicher macht.
Guck mal, ich hab jetzt den besonderen Blick aufs Gute: Ich DARF jetzt den Schlafanzug anziehen und Zähne putzen und ins Bett gehen.
Am Schluss empfiehlt Dorle den Zuschauern die kleine CareCard von Frau Doktor: Die erinnert einen daran, den besonderen Blick aufzusetzen … Auf der Vorderseite stehen 4 Tipps unter der Überschrift „Blicken Sie aufs Gute!“ und auf der Rückseite gibt es 6 Empfehlungen zum wertschätzenden Umgang.
Es gibt hier einen Text über die Förderung der psychosozialen Gesundheit durch mehr Wertschätzung im Betrieb – was ganz sicher eine positive Perspektive erfordert … Hier ist das Video zum “besonderen Blick”:






