Dorle und das Zauberwort


Dorle hampelt wieder mal auf dem Tisch ihrer Frau Doktor herum. Sie möchte ihrer Krankenschwester-Puppe die Haare schneiden und bittet um eine Schere. Als Frau Doktor sie fragt: “Wie heißt das Zauberwort?”, braucht Dorle ein Weilchen, bis sie versteht, dass sie “danke!” sagen soll.

Jetzt weiß ich, wieso “danke” das Zauberwort ist! Weil du dich dann freust und ganz lieb guckst! Und du freust dich deshalb, weil ich das gesehen habe, was du für mich gemacht hast. Das macht dich froh.

Dorle versteht schon, dass es wichtig ist, ab und zu das Wort “danke” zu hören. Denn wenn man etwas für einen anderen tut, dann will man auch, dass der das würdigt – und eben mit einem “danke” quittiert. Falls das Zauberwort ausbleibt, ist man frustriert. Menschen brauchen eben das Gefühl, gesehen zu werden – als Person genauso wie mit ihren Leistungen. Beruflich genau so wie privat.

Dorle möchte wissen, warum so selten “danke” gesagt wird. Sie erfährt, dass – wieder mal – der Stress schuld ist. Und dass manchmal die Chefs einfach nicht erkennen können, was ihre Leute alles Tolles machen. Oder aber sie halten gute Leistung für selbstverständlich.

Wenn die Chefs bei was Normalem nicht “danke” sagen, hören die Leute vielleicht bald auf mit dem, was die Chefs normal finden. Und dann ist das  nicht mehr normal, was die machen. Wenn die Rosalie sich nicht beim Kevin fürs Aufräumen bedankt, dann hat der da bald keine Lust mehr zu. Das nützt der dann gar nix, dass die geizig war mit dem Zauberwort!

Dorles Fazit daraus: “Leute, zaubert doch mal öfter …!” Die Wirkung ist sagenhaft: Der andere freut sich, und er wird weiter machen wie bisher. Es lohnt sich also für den, der es benutzt (also: “danke” sagt). Und obendrein ist es kostenlos - bzw. mit Hilfsmittel FAST kostenlos …

Am Ende macht Dorle wieder ein bisschen unerlaubte Werbung für das DANKE-Buch von Frau Doktor. Korrekt heißt es “Danke! Mensch sind wir froh, dass Sie bei uns arbeiten” und kostet nur 5 Euro. Dorle findet, so viel Geld sollte echt jeder Chef für seine Leute übrig haben – nicht nur zu Weihnachten, aber dann natürlich besonders. Wenn es nach Dorle ginge, könnte jetzt sofort schon und überhaupt einfach immer oder mindestens einmal pro Woche Weihnachten sein – denn “danke” sagen, das kann man schließlich nie genug ;-)

Hier können Sie einen seriösen Text über den Wert des Danke-Sagens lesen.

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