Dorle for CEO
Für Dorle ist der Fall klar: Sie möchte gern Chefin werden. Denn auf ihre Frage “Muss man immer machen, was andere einem sagen?” antwortet ihr Frau Doktor: “So lange, bis du selber Chefin bist!“ Das erscheint ihr höchst erstrebenswert, denn das Aufräumen in der Spielgruppe gefällt ihr gar nicht. Sie würde lieber anderen sagen, was die zu tun haben, und selbst dabei zuschauen. Dieser attraktive Zukunftsplan erfährt jedoch rasch einen heftigen Dämpfer.
Aber als Chefin musst du immer mit gutem Beispiel vorangehen.
Das klingt natürlich nicht so toll. Aber Frau Doktor ist noch lange nicht fertig mit ihrem Anforderungsprofil an eine richtig gute Chefin: Sie müsse wertschätzend führen, damit die Zahlen stimmen und die Leute sich wohl fühlen bei der Arbeit. Sie müsse ihre Leute gern haben und denen das auch zeigen (und alle GLEICH lieb haben ohne Lieblinge – zumindest ohne das zu zeigen); sie müsse sagen, wenn jemand einen guten Job gemacht habe, und auch, wenn jemand etwas anders machen müsse; und wenn ein Kevin motzt, weil er keine Lust hat, dann müsse sie ihn daran erinnern, dass sie ja alle ein Team seien, und dass es ganz wichtig für die ganze Gruppe sei, wenn er jetzt tue, was sie sage.
Man muss Menschen mögen (4-M-Regel).
Sie müsse ansprechbar sein, ein offenes Ohr haben, sich für die Leute interessieren, ihre Namen auswendig kennen, zum Geburtstag gratulieren (DAS macht Dorle ganz gewiss gern – da gibt’s immer Schoko-Kekse, die man nicht mal selber zu backen braucht), sich nach der Arbeit und dem Privatleben erkundigen, für gute Stimmung sorgen und den Stress möglichst klein halten. Und mitgehen in die Kantine, um zu hören, wo die Leute der Schuh drückt. Und Fortbildungen anbieten und die Leute nach ihrer Meinung fragen. Und überlastete Mitarbeiter fürsorglich ansprechen und überhaupt mit allen ganz oft im Gespräch sein. Und das alles mit Wertschätzung.
Puh, ich glaub, Chefin sein, das ist gar nicht so einfach. Ich lass das lieber weiterhin die Rosalie machen.
Und es gibt immer noch einen allerobersten Boss. Und der sagt jedem Chef, was der zu tun und zu lassen habe. Das sei der CEO. Daraufhin beschließt Dorle, dass der normale Aufstieg für sie nicht der richtige Weg sei und sie lieber direkt CEO werden möchte. Oder vielleicht gar keine Chefin, denn das ist ja ganz schön anstrengend …
Dorle meint, es sei angesichts dieser Umstände höchste Zeit, dass Frau Doktor endlich mal ihre Handlungshilfe „Wertschätzend Führen“ (Tipps, Ideen und Anregungen zur Etablierung eines wertschätzenden Führungsstils im Betrieb) fertig stellt. Und die verspricht wieder mal, dass sie sich ganz bald daran begeben werde
Und solange gibt’s ja immerhin ihre Bücher zum Gesund Führen, zum Beispiel “Führung und Gesundheit. Ein praxisnaher Ratgeber zur Förderung der psychosozialen Gesundheit im Betrieb” oder “Gesund Führen. Das Handbuch für schwierige Situationen“.
Außerdem empfiehlt Dorle die kostenlosen Podcasts von Frau Doktor – es gibt einen, der ist “NUR FÜR GUTE CHEFS” (www.gesund-fuehren-podcast.de), und die Podcast-Pause für mehr Wertschätzung im Betrieb (www.podcast-pause.de) – jede Woche neu!
Den “seriösen Text” zum Thema “Wertschätzende Führung” finden Sie hier.






